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Ein Schminkköfferchen voller Lügen

What you see is what you get und so ist wohl noch viel mehr ein Fall von “denkste!”, als ich bisher angenommen hatte. Dass die Anzeigenkunden im großen Stil den Inhalt vieler Zeitschriften (und - wie ich während meiner Arbeit für ein gewisses Lokalblättchen feststellen durfte - des öfteren auch mal den Inhalt angeblich “unabhängiger” Tageszeitungen) diktieren, ist ja nichts neues. Find’ ich zwar nicht gut, aber ohne Werbe-Einnahmen keine Zeitschrift, und ohne Zeitschrift kein Job für Zeitschriftenjournalisten. Und da ich mir nun mal in den Kopf gesetzt habe, dass meine Zukunft in eben diesem Berufsfeld liegt, muss ich mich wohl mit dem Einfluss der Geldgeber auf die Arbeit der Journalisten abfinden. Und werde bestimmt auch öfter als mir lieb ist meine Texte mit dem drohenden Zeigefinger der Anzeigenabteilung im Hinterkopf verfassen müssen.

Dann mal zurück zu dem, was ich eigentlich sagen wollte. Wenn nun zum Beispiel Frauenzeitschrift A in einem Artikel über’s Schminken durchblicken lässt, dass ein Lippenstift der Kosmetikfirma XY furchtbar toll ist, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass die Kosmetikfirma XY einen Haufen Geld ausgegeben hat, um auf einer oder mehreren Seiten in der gleichen Ausgabe Frauenzeitschrift A für seine Produkte zu werben. Ist ja auch irgendwie nachvollziehbar. Kann man sich als Leser eigentlich denken.

Nun gut. Wenn ich aber (um beim Beispiel zu bleiben) in der Frauenzeitschrift A ein Bild von einer toll geschminkten Frau sehe und neben dem Bild lese, dass sie den Lippenstift Nummer siebenundzwölfzig der Kosmetikfirma XY trägt, dann gehe ich eigentlich davon aus, dass das so ist. Und dass ich theoretisch in ein Geschäft gehen und mir den Lippenstift Nummer siebenundzwölfzig kaufen kann, und damit genau den Lippenstift von der Dame auf dem Foto bekomme.

Nein, nicht wirklich. Wahrscheinlicher ist es, dass die Frau auf dem Foto von der Visagistin einfach irgend einen Lippenstift draufgeklatscht bekommen hat. Als das Foto fertig war, kam dann die PR-Lady von der Kosmetikfirma XY, hat mal kurz drüber geguckt und gesagt, “Joah, der Lippenstift kommt in etwa an unsere Nummer siebenundzwölfzig hin”. Also schreiben die Zeitschriftenmacher unter’s Foto: “Unser Model trägt den Lippenstift Nummer siebenundzwölfzig der Kosmetikfirma XY.” Denn vermutlich hat die PR-Lady bei ihrem Besuch auch gleich mehrere Seiten Anzeigenfläche für die Kosmetikfirma XY gekauft.

Okay, das Beispiel hab’ ich mir ausgedacht. Aber genau so wird’s gemacht:

Most women [...] think the make-up credits on fashion photos mean that the products credited have been used to create the look. Yet most often the faces are made up by the make-up artist using her own palettes and then the PR from a company (obviously one which spends a lot on advertising in the magazine) comes in to look at the picture and suggest which products by her company could have been used to achieve the same effect.

Sagt Jenny McKay in The Magazines Handbook. Und die weiß, wovon sie redet.

Nur gut, dass es so unglaublich viele Zeitschriften zu den verschiedensten Themenbereichen gibt. So werde ich hoffentlich nicht bei einer Frauenzeitschrift landen und meine Leserinnen über Lippenstift anlügen müssen.

Muahahaha

Miss Geekalicious kommt gerade so gar nicht drauf klar, dass ich ein tolles, schickes, geekysexycooles neues Headset habe und sie nicht! :-P

Feylamia (17:17):
Susi hat ‘n Gamerheadset gekauft und ich hab keins. Das ist so falsch.
Feylamia (17:17):
ich hab n drei euro ebay headset



Feylamia (17:19):

Menno. Du hast ‘n Headset gekauft. Ich nicht. Argh.
Feylamia (17:19)
Mein Stolz gebietet, dass Du kein tolleres haben darfst als ich. Weil Technik und so.

Eingetütet in: Shop-a-holic, Zitate
2 Kommentare
Änna McClane macht sie alle platt!

Änna (11:23):
Stirb langsam ist gegen mich ein Kinderfilm!!!

Ich sag’s euch, Männer. Legt euch nicht mit der Änna an. Lasst euch nicht von der furchtbar lieb guckenden, unschuldig SchokiPudding löffelnen oder mit dem Christkind um die Wette strahlenden Fassade täuschen. Die Änna ist nämlich knallhart!

Änna (11:24):
natürlich, die ganze Welt kann wissen, dass Bruce Willis in Stirb langsam 5 von MIR abgelöst wird

Na, das wäre dann direkt der erste Stirb Langsam, der sogar mich ins Kino locken würde! ;-)

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Überzeugendes Argument…

…von der Feylamia:

:: Susi :: (15:57):
ich sollte mir nen mann suchen. das wäre ja sooooo viel einfacher!

Feylamia (16:03):
Nein. Penis.

Die Diskriminierung ist allgegenwärtig

Franziska (21:43) :
mich hat ne lesbe als hete beschimpft :-O

…und ich kugel mich immer noch auf dem Boden! =)

Die Klugen hab ich geschlaaagen! *

Juhuuu, ich hab die Tante von nebenan in Grund und Boden geschnelltippt! :-P

86 Wörter
Und wäre ich nicht so müüüde, hätt ich bestimmt noch ein paar mehr geschafft!

* Wer’s nicht kennt schäme sich gefälligst und gucke hier sowie - zur vertiefenden Lektüre - hier.

Same script, different cast

Déjà-vu? Gruslig! Oder liegt’s an mir? Ziehe ich bestimmte Situationen magisch an?

Bei der folgenden Unterhaltung (die sich soeben ereignet hat) hatte ich plötzlich ganz stark das Gefühl - Moment, das kennste doch irgendwoher?! Daher nämlich. Damals waren allerdings ganz andere Leute beteiligt. Ich sags ja. Gruslig.

anonym_3 (08:19 PM) :
ich will feiern :’-(
anonym_4 (08:19 PM) :
ich will poppen

Das Kompliment der Woche

flo_D (12:21 AM) :
ey, du bist die einzig hübsche lesbe die ich kenne
flo_D (12:21 AM) :
ich kenn auch sonst keine, okay

Der Flo mal wieder in Bestform… *mich weglach*

PuritanerPack

Wie man ja vielleicht mitbekommen hat, habe ich in letzter Zeit eine gewisse Hass-Liebe zu den Puritanern entwickelt. Naja wohl ein bisschen mehr Hass als Liebe. Umso mehr musste ich schmunzeln, als ich grade in Zuge meiner letzten Klausurvorbereitung in meinen Unterlagen aus Ruthies Kurs über eine vor längerer Zeit an den Rand geritzelte Aussage von Ruthie zum Thema Puritans gestolpert bin:

“The Puritans? Oh, they had a lot in common with the old Taliban…”

So, und damit soll’s dann auch gut sein. Mögen sie in Frieden ruhen, und sich vor allem ganz flott und friedlich aus meinem Kopf verziehen.

Eingetütet in: Uni, Zitate
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Abschied hoch zwei, oder: *schnief*

Ach mann was ist das alles traurig! Heute war er dann, mein ganz offizieller letzter richtiger Unitag. Ich habe zwar das Gefühl mir fehlen noch tausend Scheine und ich muss auch noch drei Arbeiten und eine Klausur schreiben, aber “richtig” in die Uni gehen muss (darf) ich ab jetzt nicht mehr. Aber ich muss sagen, ein schöneres allerletztes Seminar hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Frau F. (unsere Ruthie) hatte heute nämlich auch ihren allerletzten richtigen Unitag, und da sie einer der großartigsten Anglistikmenschen überhaupt ist kamen am Ende ganz viele AnglistInnen mit Blumen und Geschenken bewaffnet um sie gebührend zu verabschieden. Und als diese dann da so standen und nicht mehr aufhören wollten zu applaudieren, und Ruthie hinter ihrem Blumenberg ein bisschen gegen Tränen kämpfte und dann spontan eine kleine Abschiedsrede hielt, hätte ich am liebsten einfach los geheult. Und weil Ruthie einfach nur lieb ist, bekam am Ende noch jeder aus dem Kurs eine Kopie mit Classic Irish Blessings, unterschrieben mit den Worten “These and more”. Hach ja und wenn ich so drüber nachdenke könnte ich immer noch heulen. Danach gab’s dann noch das letzte mal Schnützeeel in der Mensa mit Big Dan und dem Golden Boy…und jetzt sollte ich aufhören über meinen letzten Unitag nachzudenken, bevor ich noch komplett in der Melancholie versinke.

Naja doch, bisschen Melancholie muss noch sein…

May you live all the days of your life, and
May the saddest day of your future be no worse
Than the happiest day of your past!

(Classic Irish Blessing)

*schnief*