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Kritzeleien aller Art

…kommen dabei heraus, wenn man mir zwei Stunden frei gibt und mich mit einer überdimensionalen Tasse Karamell Macchiato in einer Starbucks-Fensternische allein lässt.

Das vermutlich eher weniger verständliche Gekritzel in der unteren Bildhälfte ist in normalsprache übersetzt mehr oder weniger der Text von Afraid to Shoot Strangers. Nicht dass das irgendjemanden interessieren würde. Aber nach ungefähr siebenundzwölfzigtausend mal üben kann ich’s jetzt in originalgeschwindigkeit mitschreiben. In hieroglyphenform. Bis zur offziellen NCTJ Zertifikatsgeschwindigkeit von 100 Wörtern pro Minute isses trotzdem noch ein langer Weg. Gnäh!

Mühsam ernährt sich das Eichhörn- äh, Journalismusstudentchen

Eben grübelte ich so, was ich euch wohl als erstes aus den vergangenen Wochen erzähle. Da fiel mir auf, dass ihr ja noch gar nichts über mein Studium zu hören bekommen habt. Hm, ja also…wo fange ich nur an?

Am besten mit ein bisschen Rumgeheule dann kann ich nachher mit “aber eigentlich ist es ganz toll” aufhören und alle freuen sich. Weil der NCTJ es so will, lernen wir Steno. Teeline Shorthand, um genau zu sein. Nur für den Fall dass es jemanden speziell interessiert. So, und nun lernen wir aber nicht nur Steno, sondern wir tun selbiges ganze 8 (in Worte: ACHT!) Stunden pro Woche. Und das ist nur rein Seminarzeit. Um einigermaßen hinterherzukommen, investiert das arme Journalismusstudentchen nochmal ungefähr genauso viel Zeit ins Wiederholen und Üben. Womit wir dann unterm Strich schon mehr Stunden beisammen hätten, als der deutsche Durchschnittsstudent in seinen Vorlesungen verbringt.

Und dabei ist Steno im Grunde nur das Sahnehäubchen auf unserer Ausbildung, die Schokostreusel sozusagen auf dem Jumbo-Eisbecher aus vielen dicken Kugeln in den Geschmacksrichtungen Recht (schmeckt ein bisschen fad), Ethik (kann sich nicht recht für ein Aroma entscheiden), Recherche (billiges Füllmaterial?!), Interviewtechniken (guter Happen)… Und dann kommt natürlich noch die leckerste, die einzig wahre Doppelschoko-Keksteig-Ohmeingottichbinimhimmel-Sorte, zu der man sich mühsam aber fest entschlossen durchlöffelt: Zeitschriftenjournalismus/Schreiben. Ja, an manchen Tagen vergesse ich ein bisschen, was das eigentliche Ziel ist. Oder zumindest in den ersten Wochen schien es oft so. Mittlerweile hab ich mich aber tapfer vorangegraben, und die schokoladigen Zeiten werden langsam mehr.

Zusammenfassend könnte man also sagen: Es ist nen Haufen Arbeit, dessen Sinn sich mir nicht immer völlig erschließt. Aber wenn wir schreiben und Zeitschriftengedöns machen - und das tun wir gottseidank viele, viele Stunden pro Woche - dann ist es großartig, aufregend, überlebensnotwendig für spätere Jobs und macht einfach riesig Spaß. Dazu kommt, dass die verschiedenen Menschen, die uns hier das Schreiben lernen, absolut brilliant, geistreich und lustig sind, in der Summe bei so gut wie allen großen/wichtigen/erfolgreichen Zeitungen und Zeitschriften im Land gearbeitet haben und uns ein wunderbar ermutigendes und inspirierendes Journalismustraining verpassen.

Ja, ich glaube der Studiengang ist allgemein doch ziemlich unser Freund.

Außerdem möchte ich jetzt einen Eisbecher. Meh!

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HA! Verschwörung!


DAAA! Hut! Mit toller Frau drunter!

Kennen wir doch irgendwoher…?!

Ich sag’s euch. Der Hut verfolgt mich. Und die tollen Frauen drunter sowieso. Habt ihr euch also so gedacht. Aber ich werd die Augen offen halten! The truth is out there! Irgendwo da draußen, unter einem schwarzen Hut. In Form eines weißen Kaninchens möglicherweise. Vielleicht aber auch in Form einer tollen Frau. Either way, ich werde eure düstere kleine Hutverschwörung aufdecken. Jawohl.

Mulder, hol schon mal das UFO aus der Garage. Es gibt unerklärliche Phänomene zu ermitteln!

Gestatten, Susi, B.A.

Sooo. Nachdem ihr mich alle so tapfer auf meinem Leidensweg unterstützt habt, nun der Vollständigkeit halber auch an dieser Stelle nochmal ganz offiziell die gute Nachricht:

Es ist überstanden! Ich bin jetzt eine Bätschlerätte. Ganz offiziell. Mit Zeugnis. Und Urkunde. Und mit Stempel - äääh, SIEGEL drauf.

Der Bastian war so nett, den denkwürdigen Tag für mich zu dokumentieren:

Passend dazu habe ich vergangene Woche zusammen mit Bianca die Mensaparty erkundet. Wir dachten uns, nachdem wir zu Studizeiten schon nie gefeiert haben, können wir jetzt als Alumni wenigstens mal so tun, als hätten wir was vom Studentenleben mitbekommen. War aber nicht so toll. Viel mehr Spaß hat da schon die gemütliche Cocktailrunde zu Hause gemacht. Aber darüber hat Bianca hier schon ausführlich und sehr schön berichtet.

Bei dieser Gelegenheit ist dann auch gleich noch das Susi-Uni-Abschiedsfoto entstanden:

Und wie sich nun herausgestellt hat, ist es auch tatsächlich das Abschiedsfoto. Denn an der Absolventenfeier am 7. Dezember kann ich leider nicht teilnehmen, da ich in meiner Fuktion als offiziell weltgrößter Patti-Fan gerade an diesem Tag in England gebraucht werde. Ihr wisst schon. Prioritäten und so. Hihi.

Ich stelle fest, ich komme vom Thema ab. Nicht dass das was neues wäre. Aber das war’s auch eigentlich schon. Uni vorbeiii und Susi jetzt Anglistin und Texttechnologin. Mit akademischem Grad. Wollte ich nur nochmal erwähnen. Und jetzt ist es auch wieder vorbei mit angeben. Versprochen.

*grins*

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Mensaversteckspiele und der Flur des Grauens

Wie könnte man seinen freien Tag schöner verbringen, als in der Uni?! Genau da war ich heute nämlich, und dank der wunderbar koordinierten Sprech- und Öffnungszeiten im Zentrum des bürokratischen Wahnsinns durfte ich auch gleich vom späten Morgen bis zum späten Nachmittag dort bleiben.

Das Gute daran ist, ich habe ganz viele Leute getroffen die ich schon ganz doll vermisst habe. Und ich habe nun immerhin alle Scheine und Bescheinigungen soweit zusammen gesammelt, dass ich nächste Woche endlich, endlich mein BA-Zeugnis beantragen kann. Alles in allem also ein netter, lustiger und sogar sinnvoll genutzter Tag.

Außerdem hatte ich die große Ehre, mit dem Hecko (das ist dieser nette junge Herr) ein Schnitzel essen zu dürfen. Leider ist es, wie eigentlich alles Leckere, das die Mensa so produziert, in garstiger Paprikamatsche ertrunken und musste von mir erst durch gewagte Soßenumlagerungsaktionen in einen genießbareren Zustand gerettet werden.

(Hier die Mensa-Standard-Garstigepaprikamatsche)

Bei einem derartigen Menü ist es wohl kein Wunder, dass der eine oder andere Student sich sichtlich unwohl dabei fühlt, beim Verzehr ertappt zu werden. Besonders wenn die Möchtegernreporterin neben ihm den Vorfall auch noch fleißig dokumentiert. Dabei war der liebe Hecko eigentlich ganz scharf auf den garstigen Himbeerquark. Aber hauptsache wir zieren uns erst mal ein bisschen… Hier also die umfassend bebilderte Geschichte. Eine Foto-Love-Story gewissermaßen:

Erst mal so tun, als wäre ich gar nicht da. Vielleicht hilfts ja.

Neeeiiin, es darf doch niemand sehen, dass ich grade die zweite Portion Himbeerquark esse. Ich bin doch offiziell auf Diät!

Schnell verstecken. Diese Reporter immer… Keine Fotos bitte, keine Fotos, wenden sie sich gefälligst an meinen Pressesprecher!

*schmacht*

Wie ihr seht, hat der Kandidat schließlich doch noch beschlossen, zu seiner Leidenschaft für den Himbeerquark zu stehen. Wenn das mal nicht Appetit macht! *grins*

Später am Tag durfte ich dann noch gemeinsam mit dem Flo (das ist der hier) von 14 bis 15 Uhr 30 vor dem Büro von “Maryland” warten. Die Dame ist nämlich für die Modulabschlussbescheinigungen zuständig und entsprechend gefragt. Leidgeprüfte Studenten finden sich deshalb bis zu einer Stunde vor Beginn ihrer Sprechstunde (!!!) in der hinterletzten Ecke von C3 ein - ich habe sie heute ganz spontan, passend zur Stimmung, den Flur des Grauens getauft. Naja, dank dem Flo war die Wartezeit aber ganz lustig.

Hier ein Exklusivbild live vor Ort auf dem Flur des Grauens

Das ist der Flo. Der kann auch nach einer Stunde Warten noch lächeln.

Soviel also dazu. Wie gesagt, ein äußerst erheiternder Tag. Ach ja, und außerdem habe ich auf C4 mein Glück in Form von unserem Willy gefunden. Hat er gesagt. Das war bevor er nachgedacht hat. Danach war’s ihm peinlich. Und der Hecko wäre fast geplatzt vor nichtlachen. Aber dazu vielleicht ein andermal mehr.

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Juhu, ein Kommentar
WOOOAAAH!!!

*kreisch* *rumspring* *tanz* *sing*

Ok, erst mal tief durchatmen.

So. Sieh mal einer an was mir da soeben beim Blick in mein Online-Transcript ins Auge gesprungen ist:


Eigentlich kann ich dazu im Moment auch gar nichts sagen weil ich doch irgendwie gerdade geringfügig außer mir bin vor Glück.

Ach, doch: Ein ganz dickes DANKE mit *knuddel* an Caro für’s Korrekturlesen und böse doppelte Leerzeichen aufspüren ;-) und für die vielen Ermutigungen. Und auch an alle anderen die mir mit unermüdlichen Du-schaffst-das-schons durch die doch eher von Verzweiflung und Mutlosigkeit geprägte Schreibphase geholfen haben.

So und nun gehe ich ein bisschen weiter durchs Zimmer hüpfen. Vielleicht sollte ich mich auch erst mal abtrocknen und anziehen. Ich springe nämlich nun schon seit einiger Zeit im Handtuch und mit tropfenden Haaren hier rum. Und ganz schön kalt ist mir auch. Das kommt also dabei raus, wenn man beim aus der Dusche steigen einer plötzlichen Eingebung folgt und direkt an den Computer eilt…

*tropf*

*grins*

Und glücklich.

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Juhu, ein Kommentar
Prüfungsterror neu definiert

Wer kennt es nicht: Angst vor der Prüfung. Vielleicht sogar Panik. Das Gefühl, nicht genug gelernt zu haben. Der Wunsch, die Prüfung würde einfach aufgrund irgend eines glücklichen Zufalls ausfallen oder verschoben werden.

Naja, man kann dem Zufall ja mal ein bisschen auf die Sprünge helfen, dachte sich am Dienstag wohl eine Studentin aus Heidelberg, und telefonierte mal eben eine Bombendrohung für die Uni-Klinik durch, in der ihre Prüfung stattfinden hätte sollen. Prüfung gab es an dem Tag dann natürlich keine mehr, dafür eine Räumung des Krankenhauses und einen Polizeieinsatz. Brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, dass die Dame jetzt in Untersuchungshaft sitzt und um die 10.000 Euro für die Einsatzkosten blechen muss.

Mann, mann, mann. Hätte ich das mal früher gewusst, wie einfach man um eine Prüfung herum kommen kann. Was hätte ich mir da Nerven sparen können!

Quelle: Mein zuverlässiger, seriöser, treuer Nachrichtenversorger GMX.

Now we dance with the Devil…

…down the lonely streets, lo-hooonely streets *sing*

Es ist vollbracht! Ich habe mich mit dem Teufel verbündet, meine Hexenschwestern befreit, die bösen Puritaner in die Hölle verbannt - wo sie von mir aus in alle Ewigkeit schmoren können - auf meinem Siegeszug durch die Geschichte dann gleich noch Joe Mc-C dem alten Spinner beigebracht dass nicht alle Menschen, die die Farbe rot nicht aus tiefstem Herzen verabscheuen, automatisch Kommunisten sind, und mir auf dem Nachhauseweg dann zur Belohnung neben einer Pizza spontan auch noch einen Haarschnitt gegönnt. Ein äußerst erfolgreicher Tag also. Denn somit ist nicht nur meine Laufbahn an der Uni Bielefeld endgültig beendet (naja, genaugenommen erst am Montag wenn Dr. G meine 22 Seiten auf dem Schreibtisch hat) sondern ich sehe auch wieder einigermaßen zivilisiert aus und nicht mehr so, als hätte ich die letzten sechs Monate im Wald gelebt.

Oooh ist das toll. Also nicht nur dass ich mit 22 Seiten in genau sieben Tagen meinen absoluten persönlichen Rekord aufgestellt habe. Toll ist vor allem: Ich werde Zeit haben, Z-E-I-T ohne Ende…eine ganze Woche lang! Endlich kann ich all die Dinge tun, für die ich schon seit einer halben Ewigkeit keine - ja, ganz genau - Zeit mehr hatte. Der Frisörbesuch war erst der Anfang. In meinem geliebten IkeaRegal warten ungefähr sieben Bücher, die sich im Lauf des letzten Jahres angesammelt haben, darauf gelesen zu werden. Okeee, realistisch gesehen schaffe ich davon vielleicht eins in der kommenden Woche. Aber immerhin. Außerdem kann ich nun in aller Ruhe die Bielefelder Innenstadt nach der neuesten Herbstmode abgrasen, ins Kino gehen und habe ganz viel Zeit für ganz viel Kaffee mit Ännaaa. Oh und ich werde feiern und mich betrinken. Aber sowas von betrinken. Ich muss mir nur noch überlegen wann und wo. Und mit wem. Für Vorschläge bin ich offen. Einfach melden. Ich hab ja jetzt Zeit. Kann es gar nicht oft genug erwähnen…

Zeiiit!

Sorry. Ich bin schon still.

FREIZEIIIIIIIIIIT!!!


*flüster* ZEIT!

Hihi. *pfeif*

Von Helden und Strumpfhosen

Männergespräche belauschen ist doch immer wieder ein Erlebnis. Als ich heute in der Uni auf der Galerie saß und fleißig an meiner Arbeit schrieb, wurde ich Zeugin einer äußerst interessanten Unterhaltung zweier zukünftiger Juristen.

Also es ist ja nicht so als würde ich absichtlich Leute belauschen, die sich um mich herum unterhalten. Wenn zwei Männer jedoch nicht gerade leise über das Thema Mode sprechen, bekommt frau ja sozusagen automatisch lange Ohren. So bekam ich also aus dem Gespräch der beiden jungen Herren mit, dass Strumpfhosen zu Röcken ja mal gar nicht gehen und eine schwarze Strumpfhose unter einem Jeansrock im Besonderen unmöglich aussähe. Als gerade zufällig an diesem Tag mal ausnahmsweise selbst Strumpfhose und Rock (genauer gesagt schwarze Strumpfhose und Jeansrock) tragende Frau konnte ich mir ein leises Lachen und einen Blick in Richtung der besagten Herren natürlich nicht verkneifen.

Daraufhin wurde man natürlich auf mich aufmerksam und beschwerte sich leicht beschämt darüber, dass man ja nicht damit rechnen könnte, belauscht zu werden. Nachdem ich den Beiden versichert hatte, dass ich nur auf ihr Gespräch aufmerksam geworden war durch mein Erstaunen darüber, dass das Wort “Strumpfhose” Teil des männlichen Alltagswortschatzes ist, kam es zu einer äußerst erheiternden kleinen Diskussion darüber, ob Leggins unter Röcken nun gehen oder nicht. Sehr lustig daran war allerdings, dass einer der Herren - und zwar Jener, der am lautesten über die Modesünde Strumpfhose gelästert hatte - erst am Ende unseres Gesprächs bemerkte, dass ich ihm in Jeansrock und schwarzer Strumpfhose gegenüber saß. Und daraufhin natürlich entsprechend peinlich berührt war, knallrot anlief und mir in gestotterten Wort- und Satzbrocken zu versichern versuchte, dass das ganze Gespräch natürlich nicht im geringsten auf mich bezogen war und meine Strumpfhosen-Rock-Kombination ja gar nicht so schlimm aussähe.

Gelernt hat der Gute dadurch aber scheinbar rein gar nichts, denn bereits zehn Minuten später lästerte er wieder lautstark über bestrumpfhoste und berockte Frauen die in der Halle herumliefen. Naja. Männer halt. (Sorry. Das musste sein. Außerdem habe ich mich heute sowieso vornehm zurückgehalten. Aber ich habe schließlich einen Ruf zu verlieren.) Und überhaupt. Was wagt der es eigentlich sich über Strumpfhosen aufzuregen. Ich hab ihm ja auch nicht gesagt dass die Boxershorts die ein kleines Stück zu weit aus seiner geringfügig zu tief sitzenden Jeans rausguckt scheiße aussieht. Aber wie gesagt. Männer.

Ein Licht! Ich sehe ein Licht…

…am Ende des Tunnels. Vielleicht sind es auch nur die Hexen, die auf ihren Scheiterhäufen brennen. Wobei, das glaube ich eher weniger, denn die Hexen wurden von den bösen Puritanern gehängt, nicht verbrannt. Als Strafe brennen die Puritaner jetzt dafür bestimmt auf ewig im Höllenfeuer. Jaja, das gute alte Höllenfeuer. Ich habe mich wohl eindeutig ein klein wenig zu lange und zu intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Aber nun, wie gesagt, ein Licht.

Manch einer meiner treuen Leser hat sich vielleicht schon gefragt, was ich die ganze Woche getrieben habe. Nun, ich will es euch verraten:

Seit Mittwoch habe ich jeden Tag komplett in der Uni verbracht und dort an meiner Praxisstudienarbeit geschrieben. Dadurch konnte ich nicht nur der Eiszeit* entfliehen, nein, die Aktion hat außerdem auch den Vorteil dass ich in der Uni keinen Zugang zum Internet habe. Also hätte ich im Prinzip schon. Aber eure internetsüchtige Bloggerin kriegt es zu ihrer größten Schande nicht hin, Schleppi II (der immer noch keinen richtigen Namen hat) ans Uninetz zu hängen. Was aber eigentlich auch ganz gut ist, denn dadurch schaffe ich es in der Uni tatsächlich, mal konzentriert zu arbeiten. Außer wenn Ännaaa mich spontan (oder auch geplant) besuchen kommt und wir uns gegenseitig vom Arbeiten abhalten. Weil stundenlang auf der Galerie sitzen und quatschen halt einfach viel schöner ist als Bücher wälzen und Hausarbeiten schreiben. Trotzdem habe ich diese Woche ein ganzes Stück von meiner Praxisstudienarbeit geschaff, und nun sind schon 14 Seiten (von den eigentlich abgemachten 15 vs. den von Dr. G dann plötzlich verlangten 20 Seiten) geschrieben. Also sozusagen fast fertig! Und wenn ich es schaffe, die restlichen fünf Seiten in den nächsten Tagen noch schnell runter zu schreiben, besteht sogar die Chance, dass ich danach etwa eine Woche lang Ferien habe. Und ich meine FERIEN. So richtig mit nix zu tun, keine Arbeit die geschrieben werden will, keine Recherche, keine Bücher im Bibliothekseinband. Einfach nur eine Woche ZEIT. Ich hab schon ganz vergessen, wie sich das anfühlt. Und danach geht es dann ja auch direkt wieder weiter…

So, nun wissta Bescheid. In den nächsten Tagen findet man mich also mit großer Wahrscheinlichkeit noch auf der Galerie über der Mensa. Kaffee- und Schokoladenspenden können gerne jederzeit dort abgeliefert werden. Aber nicht mehr lange. Denn dann bin ich endgültig raus aus dem Laden!

* Da mein Vermieter auf meine Bitte, die Heizung einzuschalten, gezwungen lächelnd mit einem “ja, mache ich” antwortet, dann aber nicht im Geringsten daran denkt zu heizen, ist es hier, mal vornehm ausgedrückt, arschkalt. Genauer gesagt herrschen in meinem zauberhaften Kellerappartment so um die 19 Grad im Wohnraum und 17 im Bad.

Eingetütet in: Freunde, Uni
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