Alles aus der Tüte »The Great London Adventure «


(Fuchs der im Garten pennt. Das gab’s in meinen ganzen 19 Jahren in der Provinz nicht!)
Hach, ich sag’s euch. Da war ich schon wieder so im Stress - unter anderem mit Blitzbesuch in Little LA zur Feier des jetzt offiziell erwachsenen Brüderleins, und mit Redakteur spielen - dass ich noch gar nicht dazu gekommen bin, euch von meinem Besuch zu erzählen.
Ich hatte nämlich vor kurzem das große Vergnügen, eine ganze Woche in Gesellschaft der bezaubernden Sing-/Tanz-/Koch-/Kicher-/Waldelfe zu verbringen. Und das war eine ganz und gar wunderschöne Zeit. Mit extensivem Shopping in Camden, nächtlichem Abtrancenrocken in Camden inklusive zweistündiger Nachtbusodyssee nach Hause, Besuch im Museum (jawohl, ich war im Museum! And I’ve got the purple souvenirs to prove it!), einem Grundkurs Elfengewürzkochkunde, ganz viel singen, Musik und fröhlich sein, und einer Begegnung mit Herrn Basil Ikumniki (er war Grieche) und Herrn Plumeus (mehr dazu später). Viel zu schnell war sie vorbei, meine Zeit mit der Elfe. Was bleibt, sind eine ganze grüne Blättertasche voller schöner Erinnerungen, und das Tage zählen bis zum nächsten Waldelfenbesuch.
Und hier noch ein paar Bilderchen:

Hier seht ihr das Punkrock-Schlumpfinchen. Die Waldelfe hat heute frei.

Ein Klavier ein Klavier! Das da links neben der Tür möcht ich bitte als Tattoo. Vom Bein über die Hüfte den Rücken hoch. Jawohl.

Fille Boheme & Waldelfe Productions, Inc. präsentiert: Ne isklar, das ostwestfälische Designermineralwasser

Bin ich die einzige die das anguckt und denkt, "Mmmh, Kim Possible ist endlich erwachsen"?

Die Übernahme der Weltherrschaft durch lila Unkraut beginnt in Camden Town!

Ein höchst wissenschaftliches Glitzerdings im Naturkundemuseum

HABEN! ALLES! SOFORT!!!!!!!11einself
Vor zwei Jahren bloggte ich aus Bielefeld, dass ich gerne zum Kamelot-Konzert in Essen wollte. (Wo ich dann auch prompt landete, und zwar gemeinsam mit der Königin.)
Vor ziemlich genau einem Jahr bloggte ich dann, aus Sheffield, über meinen schusseligkeitsverursachten Spontanausflug zum Kamelot-Konzert in Leeds.
Und übernächsten Sonntag, also wieder ziemlich genau ein Jahr später, werde ich mich ins schöne Camden hier in London begeben. Zum Kamelot-Konzert nämlich.
So kann da von mir aus gerne weitergehen. Hab ich überhaupt keine Einwände, wenn eine meiner Lieblingsbands mir so passend im Jahrestakt quer durch Europa folgt. Gerade wenn man sich, wie ich bekanntermaßen, auch durchaus öfter mal in ein Flugzeug setzt um dem Ruf der musikalischen Obsessionen zu folgen, erspart diese Variante doch einen Haufen Zeit und Geld.
So. Dann, äh, Jungs, macht mal hinne. London wartet.
Hier noch was für die Wartezeit:
Soso. Wieder was gelernt. Nämlich:
Mädchen, die sich nicht von einem Kollegen, den sie kaum kennen, betrunken machen und für die Nacht abschleppen lassen wollen, sind ‘langweilig’.
Tja. Bin ich also langweilig. Wobei es mir natürlich jetzt sehr für den Kollegen leid tut, dass er sein Geld an einen Cocktail für mich verschwendet hat (was mir dann auch gradeheraus vorgeworfen wurde), nachdem ich ihn ungefähr fünfzehn mal gebeten habe, mir keinen auszugeben.
Das Beste dann der Spruch zum Abschied, nachdem mich seine unaufhaltsame Aufdringlichkeit vorzeitig in die Flucht geschlagen hatte:
“Erzähl das aber bitte am Montag niemandem in der Arbeit.”
Keine Sorge. Muss ich gar nicht. Der Chef stand daneben und hat dein Benehmen direkt live miterlebt.
Dann kann ich’s wohl auch ganz anonym meinen Lesern in Deutschland erzählen. Die müssen schließlich auch unterhalten werden. ![]()
Das hier ist übrigens die Aussicht, die sich vor mir erstreckt, wenn ich abends nach der Arbeit vom Büro nach Hause gehe.
Und wenn mein Handy keine so grottenschlechte Kamera hätte, würdet ihr hinten neben dem London noch die Turmspitzenvon Big Ben und Westminster sehen.
Meine bildschöne Starbuckstasse ist nicht mehr.
Ja, ich meine die, genau die, die ich bei meinem letzten Frühstück in New York gekauft hab. Die, aus der ich seit März 2007 jeden Tag meinen Kaffee/Tee/Saft/wasauchimmer getrunken habe und dabei jeden Tag ein bisschen an meine zauberhafte Woche in New York gedacht habe. Die, die ich in meiner WG in Sheffield in meinem Zimmer aufbewahren musste, weil ich sie sonst dank meiner frühaufstehenden, Starbuckstassenklauenden Mitbewohnerin in dem ganzen Jahr nicht einmal in die Hände bekommen hätte.
Ja, jetzt ist sie nicht mehr, und ich kann noch nicht mal jemand anderem die Schuld dafür geben. Wobei, eigentlich ist Sonyas offenes Küchenregal schuld, und mein blödes Honigglas, das da plötzlich rausgesprungen kam und meine bildschöne Starbuckstasse in bildschöne Starbuckstassenstücke geschlagen hat. Das war übrigens im Sommer. Die letzten drei Monate hab ich meinen Kaffee/Tee/wasauchimmer dann aus meiner bildschönen, notdürftig zusammengeklebten und an allen Seiten tropfenden Starbuckstasse getrunken. Und gestern was ich es dann endgültig leid, immer Kaffee- und Teeringe überall wegzuwischen, und hab mir eine neue Starbuckstasse gekauft.

Das ist sie, die neue bildschöne-wenn-auch-nicht-ganz-so-bildschön-wie-die-alte-und-vor-allem-nicht-aus-New-York Starbuckstasse. Aber zumindest verteilt sie nicht Kaffee und Tee in der ganzen Wohnung.
Die alte steht jetzt auf dem Küchenfensterbrett und bewahrt Teebeutel auf. Die tropfen ja nicht.
Passend zum Starbuckstassenwandel gibt es auch noch eine weitere Veränderung. Am Montag fange ich nämlich meine neue Stelle an. Als Redaktionsassistentin bei einer Medienfirma in London. Digitale Medien sogar, aber Digitalemedienfirma klingt blöd auf deutsch. Auf alle Fälle hab ich eine feste Stelle ab Montag. Und eine unheimlich tolle noch dazu. Darauf trink ich doch direkt einen. Mocha aus meiner neuen bildschönen Starbuckstasse nämlich! ![]()
In meinem Heimat-Städchen Landshut bin ich sowas ja gewöhnt. Und sogar in Städten wie Bielefeld und Sheffield ist es manchmal vorgekommen, dass mir dieselben wildfremden Menschen völlig zusammenhangslos und an verschiedenen Orten über den Weg gelaufen sind.
Aber in London? In einer Riesengroßstadt mit knapp 8 Millionen Einwohnern? Und innerhalb von grade mal vier Wochen?
Und das ist nicht, wie ihr jetzt vielleicht denkt, so eine Geschichte von “pendelt jeden Tag im selben Zug wie ich”. Gar nicht, nämlich.
Vor ungefähr drei Wochen gab es mal an einem Samstag keine direkte Zugverbindung in die Stadt, also bin ich von meinem Vorort zum nächsten Vorort gefahren und hab mich dort in die U-Bahn gesetzt. Also eine U-Bahn-Linie, die ich normalerweise nie benutze. Da ist mir dann eine junge Frau aufgefallen, weil sie von Haar bis Schuh ganz bezaubernd lila-pink-goth-heavy-metal-ig gestylt war.
Naja, U-Bahnfahrt ging zu ende, Frau verschwand, ich ging meiner Wege.
Am Freitag stand ich in einer U-Bahn-Station in einem komplett anderen Stadteil, und meilenweit weg von der U-Bahn-Linie, in der ich die Heavy Metal Elfe erspäht hatte, und wartete auf eine Freundin. Und wer kommt plötzlich an mir vorbei spaziert, von Haar bis Schuh ganz bezaubernd lila-pink-goth-heavy-metal-ig gestylt?
Ich sag’s euch. London ist auch nur ein Kaff.
New York kann warten. Zumindest ein bisschen. Denn London ist toll. Zwei Tage hier, und ich bin schon völlig außer mir vor Glück.
Was nicht zuletzt auch an Little London Flat liegt, meinem kleinen, feinen, schon jetzt über alles geliebtem neuen Zuhause. Et voilà:
Mehr Bilderchen gibt es bald. Bisher war ich überall, wo ich war, so überwältigt von den Eindrücken, dass ich gar keinen Fotos machen konnte. Und die volle Touristen-Nummer mach ich dann ja vermutlich sowieso mit meinen Gästen
Also…London, anyone?






