Alles aus der Tüte »Bielefeld «
Einige von euch wissen es ja schon. Aber ich dachte, ich sag’s mal so richtig offiziell für alle und mit Trommelwirbel und so.
Also. Meine Tage im schönen Bielefeld sind endgültig gezählt. Ich bin dann nämlich demnächst mal weg. Und zwar so richtig. Denn bald bin ich…
(ui, fas hätt ich’s vergessen: *trommewirbel*)
…da. Denn die Uni Sheffield hat mir einen Platz angeboten. Und ab Herbst werd ich da studieren. An der Fakultät für Journalismus genauer gesagt, und zwar Magazine Journalism. Und nach einem Jahr bin ich dann hoffentlich eine richtige echte Journalistin. Hihi.
So, und Ende April werde ich meine Sachen erst mal zurück nach Landshut verfrachten und noch einen Monat oder so wie in alten Zeiten meine Oma in den Wahnsinn treiben (oder sie mich). Und dann geht’s auch direkt weiter nach Sheffield. Kann bestimmt nicht schaden, wenn ich mich da den Sommer über schon mal einlebe, bevor es mit dem Master los geht. Hach ist das alles aufregend!
Bis zum 28. April bin ich aber erst mal noch hier und stehe zum Kaffee trinken, shoppen, Tourist spielen, Kino gehen und was euch sonst alles so einfällt zur Verfügung. Und ich bestehe darauf, alle meine Lieben, die sich hier oder in der näheren Umgebung aufhalten, noch mindestens einmal zu sehen!!!
So, und schluss. Bevor ich noch sentimental werde und anfange, hier rumzuheulen.
Ach wisst ihr, eigentlich ist das alles ganz toll. Und traurig. Und dann doch wieder toll.
*seufz*
…für die Bildung in diesem Land.

Ein bezaubernder Anblick an der Statbahnhaltestelle Jahnplatz: Während rundherum die Leute zu den den Bahnen strömen oder durch den Tunnel hetzen, sitzt das Kind beinahe reglos auf dem Schaukasten der namu Ausstellung und ist ganz und gar versunken in einen Film über das Wollnashorn. Vielleicht war es auch nur fasziniert von dem Fernseher im Boden. Aber es wäre ja durchaus möglich, dass es sich irgendwann an einem regnerischen Nachmittag mal an den Film und das Nashornskelett am Jahnplatz erinnert, die Playstation beiseite legt und ein bisschen in einem Naturkundebuch blättert. Okay, eher unwahrscheinlich. Aber durchaus möglich.
Hihi. Ich hab heute die perfekte Nahrung für mich gefunden:

(Ja, ich weiß. Die Tante wird jetzt die Augen verdrehen und “Maaaaaan, du bist soooo ein Mädchen” grummeln. Deswegen der kleine Hinweis, dass es den Donut wahlweise auch in dezenter pfadfinderbrauner Tarnbemalung gibt. Und da ist dann statt extrem süßer rosa Erdbeerpampe noch süßere Karamellcreme drin. Finde ich persönlich farblich nicht so ansprechend, aber auch ziemlich lecker.)
Ach so, und wer noch nicht beim neuen Dooley’s Donutladen im Jahnplatz-Forum war, sollte sich ganz schnell dorthin auf den Weg machen! Und mich am besten mitnehmen und einladen. *g*
Da hab ich meinen tollen Journalistenlederfrühlingsmantel nun schon seit Wochen griffbereit, und dann kommt der Februar in Bielefeld mit Schnee daher! *schmoll*

Ein Nachtrag um 13Uhr13:
Jetzt stürzen auch noch EISKUGELN auf mich herab, und das gleich aus zwei verschiedenen Richtungen!!! Argh, ich will endlich wieder WARM haben! SOFORT!!!
13Uhr16:
Schön. Jetzt schneit es wenigstens wieder “nur”. Bah.
Sooo, und fertig. Gestern war mein letzter Arbeitstag als Prakti. Somit steh ich jetzt wieder auf der Straße bin ich nun also bereit für neue Herausforderungen. Die Arbeit in den letzten drei Monaten hat mir richtig Spaß gemacht. Zum Abschied waren die Kollegen nochmal total lieb und haben mir was Leckeres und einen Boost für mein Allgemeinwissen rund um Bielefeld geschenkt. (Die Ausrede “Ich wohn hier noch nicht so lange” zieht ja langsam wirklich nicht mehr…). Ach ja, und ab Januar darf ich dann erst mal als freie Mitarbeiterin Möchtegernjournalistin spielen Erfahrungen für meine weitere berufliche Laufbahn sammeln.
Und hier nun schon mal ganz vorweihnachtlich Geschenke…

* Ich hoffe ein gewisses Pralinenproduktionsgroßunternehmen in Ratingen-Ost fühlt sich dadurch jetzt nicht in seiner Existenz bedroht.
Man nehme:
einen Sonntagnachmittag
zwei Freundinnen
Karamell Macchiato und Zimtirgendwaskaffee
ein Spirallabyrinth (lies: unnützes Kunstwerk)
ganz viele Schaufenster
ein Bayrisches Wirtshaus
eine Kamera
und rühre dies alles einmal kreuz und quer durch die Bielefelder Altstadt.
Heraus kommt einer der lustigsten Nachmittage, die ich je in Bielefeld erlebt habe.
So, und jetzt das Ganze nochmal in Bildern. Die übrigens alle von Bianca sind. Aber unter Kollegen kann man sich ja mal aushelfen
(Danke!)
Das Miners kann einen fast darüber hinwegtrösten, dass es in Bielefeld keinen Starbucks gibt.
Einer der vielen kuriosen Schaufensterinhalte in der Altstadt. Und genau in dem Augenblick habe ich begriffen, dass nicht einmal ich alles haben muss, was pink ist. Aber das pinke schweizer Minitaschenmesser will ich trotzdem. Jetzt guckt mich nicht so an!
Zwischendurch mal schnell aufwärmen. Bei dem Brennende-Mülltonnen-Flair wären wir fast noch in Versuchung geraten, uns mit einem Cocktail-to-go auf eine Parkbank zu setzen. Aber dann kam die Rettung:
Ein Stück Heimat, mitten in Bielefeld. Da wo früher das Sausalitos war, gibt es jetzt ein Bayrisches Wirtshaus. Zum Teil ein bisschen klischeebayrisch - die blonde Heidi mit dem Masskrug und die enzianverzierten Kuhglocken in der Speisekarte hätte es wirklich nicht gebraucht - aber alles in allem doch sehr gemütlich. Und es gibt ganz tolle Sachen da. Zum Beispiel Brezn-Chips mit Käse überbacken und Sauerrahm-Kräuter-Dip dazu. Hmmm. Breeezen. Chips. Mit Käääse. *seufz*Das habe ich mich heute Nachmittag beim Spaziergang durch das schöne Hoberge gefragt. Allgemein sieht es hier ja schon eher herbstlich aus. Und dass der Winter im Anzug ist beweist unter anderem die Tatsache, dass die Eisblöcke aus meinem Gefrierfach nach ihrer Entsorgung im Vorgarten gestern Abend die Nacht und den kompletten Tag in gefrorenem Zustand überstanden haben. Und dann gibt es wieder Ecken, da könnte man meinen, man wandert mitten durch den Frühling…
Seltsames Spiel, das die Jahreszeit so treibt. Und vor allem: wunderschön.
Stromausfälle ereignen sich ja prinzipiell immer dann, wenn es dunkel ist. So geschehen auch heute im schönen Hoberge. Wobei es anfangs noch nicht wirklich dunkel draußen war, sondern nur ein bisschen dämmrig. Nachdem sich dann aber - zappp - alle elektrischen Geräte mit einem Schlag in den Tiefschlaf begeben hatten, legte sich die Nacht, als hätte sie es plötzlich besonders eilig, mit zunehmendem Tempo über den Ort. Rings herum Dunkelheit - den Nachbarn erging es offensichtlich nicht besser als mir. Welch Glück, dass zu der Grundausstattung meiner bezaubernden kleinen Wohnung nicht weniger als 54 Kerzen gehören. So hatte ich es nicht nur verhältnismäßig hell, sondern innerhalb kürzester Zeit auch wunderbar warm in meinem Kellerchen.
Nur die Zubereitung des Abendessens gestaltete sich etwas abenteuerlicher, als es für gewöhlich der Fall ist. Wobei ich feststellen muste, dass meine Küche im Kerzenschein direkt viel weniger hässlich ist. Was vermutlich vor allem daran liegt, dass das gedämpfte Licht das aggressiv-abscheuliche Grün der Fliesen ein wenig besänftigt.
So verzehrte ich also meinen Salat heute im wahrsten Sinn des Wortes als candlelight dinner. Das einzige, was fehlte, war die Hymne zur Atmosphäre. Hätte ich Strom gehabt, um meinen CD-Player zum Leben zu erwecken, hätte das zauberhafte Liedchen den Abend perfekt gemacht. Wobei - hätte ich Strom gehabt, dann wäre es ja von vornherein gar nicht erst zum romantisch-besinnlichen Salatschnippeln gekommen…
…im schönen Hoberge:

Leider in crappy Handy-Cam Qualität weil eure rasende Reporterin bei Terminen den Luxus der redaktionseigenen Spiegelreflexkamera genießen darf und daher die eigene Cam nutzlos zu Hause in der Schublade liegt. Eigentlich sollte ich es besser wissen, wenn man bedenkt, wie oft mir ein total schönes Motiv unter die Augen kommt und ich mich dann ärgere, dass ich es nicht vernünftig fotografieren kann… Mal gut, dass der Herbst gerade erst angefangen hat. Bleibt also noch genug Zeit für mich aus meinen Fehlern zu lernen.
Natürlich drehte sich dabei, wie eigentlich immer, für ein paar Stunden die ganze Welt nur um eins: Schuhe. Und ich habe gelernt, dass es bei Zara unheimlich viele Schuhe gibt, die alle wahnsinnig schön (aber leider zum Teil auch wahnsinnig unbezahlbar) sind.
Wie zum Beispiel diese Meisterwerke der Schuhindustrie, an die Anna sofort ihr Herz verlor:
Leider war der Preis aber ähnlich atemberaubend wie die Schuhe, und so mussten Annas neue Lieblinge bei Zara zurückbleiben. Falls ihr da draßen auch der Meinung seid, dass man Liebende nicht trennen sollte, können wir ja ein Spendenkonto einrichten…
- ohne Worte -
Lustige Hüte gab es auch wieder zu sehen… Und wo ein Hut ist ist ja bekanntlich auch immer eine gewisse Bloggerin die sich wild entschlossen unter selbigem zum Idioten macht - alles im Namen der Unterhaltung ihrer treuen Leser natürlich!










