Es stellte sich heute heraus, dass ich mein Bankkonto wohl in den Schoß einer Uni entleert habe, an der die Korrektoren dazu angehalten werden, keine guten Noten zu verteilen. Einer hat jetzt selbst zugegeben, das er Anweisung hatte, sich beim Korrigieren die Einsen zu verkneifen. Und eine Komilitonin hat mitbekommen, wie die Kursleiterin zu ihm gesagt hat, dass sie alles über 70% eigentlich schon aus Prinzip nicht vergeben kann/will. Und Noten über der 80%-Grenze existiert im Grunde gar nicht.
Und so kommt es dann, dass man eine grade-mal-so-bestanden Note mehr oder weniger für jeden Dreck bekommt, und ein mittelmäßig für alles andere. Wenn man andererseits aber etwas abliefert, auf das es ein Feedback a la “exzellent, großartig, rundum gelungen” gibt, ohne den leistesten Hauch einer Kritik, scharrt man notenmäßig trotzem im mittelmäßigen Mittelmäßig-Bereich herum. Denn “exzellent, großartig, rundum gelungen” heißt übersetzt ungefähr so viel wie, “okay, dann kriegst du halt ein paar Prozentpunkte mehr als ich auf den grade-mal-so-bestandenen Dreck vergebe”.
Mal ehrlich. Wenn alles unter 50% nicht bestanden ist, alles über 70% eine Ausnahme und alles über 75% im Prinzip unerreichbar, dann beschleicht mich doch irgendwie das leise Gefühl, dass dieses System der absolute Beschiss ist. Und dafür bezahlt man dann ganz nebenbei noch locker ein kleines Vermögen.


das ist ja echt ein ziemich ausgezeichnetes system … na irgendwelche vorteile muss die uni bielefeld ja auch irgendwie haben, oder ;)?!