Eingetütet im 2008

Mühsam ernährt sich das Eichhörn- äh, Journalismusstudentchen

Eben grübelte ich so, was ich euch wohl als erstes aus den vergangenen Wochen erzähle. Da fiel mir auf, dass ihr ja noch gar nichts über mein Studium zu hören bekommen habt. Hm, ja also…wo fange ich nur an?

Am besten mit ein bisschen Rumgeheule dann kann ich nachher mit “aber eigentlich ist es ganz toll” aufhören und alle freuen sich. Weil der NCTJ es so will, lernen wir Steno. Teeline Shorthand, um genau zu sein. Nur für den Fall dass es jemanden speziell interessiert. So, und nun lernen wir aber nicht nur Steno, sondern wir tun selbiges ganze 8 (in Worte: ACHT!) Stunden pro Woche. Und das ist nur rein Seminarzeit. Um einigermaßen hinterherzukommen, investiert das arme Journalismusstudentchen nochmal ungefähr genauso viel Zeit ins Wiederholen und Üben. Womit wir dann unterm Strich schon mehr Stunden beisammen hätten, als der deutsche Durchschnittsstudent in seinen Vorlesungen verbringt.

Und dabei ist Steno im Grunde nur das Sahnehäubchen auf unserer Ausbildung, die Schokostreusel sozusagen auf dem Jumbo-Eisbecher aus vielen dicken Kugeln in den Geschmacksrichtungen Recht (schmeckt ein bisschen fad), Ethik (kann sich nicht recht für ein Aroma entscheiden), Recherche (billiges Füllmaterial?!), Interviewtechniken (guter Happen)… Und dann kommt natürlich noch die leckerste, die einzig wahre Doppelschoko-Keksteig-Ohmeingottichbinimhimmel-Sorte, zu der man sich mühsam aber fest entschlossen durchlöffelt: Zeitschriftenjournalismus/Schreiben. Ja, an manchen Tagen vergesse ich ein bisschen, was das eigentliche Ziel ist. Oder zumindest in den ersten Wochen schien es oft so. Mittlerweile hab ich mich aber tapfer vorangegraben, und die schokoladigen Zeiten werden langsam mehr.

Zusammenfassend könnte man also sagen: Es ist nen Haufen Arbeit, dessen Sinn sich mir nicht immer völlig erschließt. Aber wenn wir schreiben und Zeitschriftengedöns machen - und das tun wir gottseidank viele, viele Stunden pro Woche - dann ist es großartig, aufregend, überlebensnotwendig für spätere Jobs und macht einfach riesig Spaß. Dazu kommt, dass die verschiedenen Menschen, die uns hier das Schreiben lernen, absolut brilliant, geistreich und lustig sind, in der Summe bei so gut wie allen großen/wichtigen/erfolgreichen Zeitungen und Zeitschriften im Land gearbeitet haben und uns ein wunderbar ermutigendes und inspirierendes Journalismustraining verpassen.

Ja, ich glaube der Studiengang ist allgemein doch ziemlich unser Freund.

Außerdem möchte ich jetzt einen Eisbecher. Meh!

Eingetütet in: Uni
Juhu, ein Kommentar
So viel Leben, und so wenig Zeit!

Guess who’s back, back again! *peinliche white chick pseudohiphopper-geste* Ähm…ja. Lassen wir das.

Hallooo meine Lieben! Da bin ich wieder. Ich hoffe ihr verzeiht meine lange Abwesenheit. Es gab technische Probleme. Mehrfach sogar. Zuerst nämlich in der Form eines plötzlich verstorbenen Laptops, der dank verschiedener komplett unfähiger Wesen (im besonderen FujitsuSiemensTelefonhotlinemenschen und UPS-Fahrer) mehrere Wochen lang ins Licht wandern musste, bevor er endlich wiederbelebt wurde. Dann außerdem noch in Form des Internet Explorers, welcher ein Saupillemannarschloch ist (um mal Feylamias Bezeichnung zu borgen) und auf einmal meinte, er müsste Layoutsalat aus meinem Blog machen.* Und mangels Computer und Zeit ergab sich dann hier leider die unangenehme Leere mit der Wartungsnachricht. Tschuldigen’se!

Viel passiert seitdem, nicht zuletzt deshalb auch die lange Blogpause. Denn kaum war der Laptop wieder da, war auch schon die Feylamia hier, und dann gab’s natürlich erst mal andere Prioritäten…wie lustige Transvestiten, magische Einhörner und jede menge anderen, wunderbaren, das Leben lebenswert machenden Alltagsschwachsinn. Wie ihr seht, gibt es also viel zu berichten und aufzuholen in nächster Zeit. Ich weiß zwar noch nicht so recht wo ich anfangen soll, aber morgen werdet ihr’s mit eigenen Augen sehen!

Stay tuned, bis bald, knuddeldiwuuuh und Guten Abend!

* Da der InternetExplorer weiterhin ein Saupillemannarschloch ist und trotz mehrtägiger Bemühungen meiner- und Feylamiaseits nicht so will wie wir wollen, müssen die IE-Nutzer unter euch vorerst leider geringfügige Verschiebungen im Layout (und unkontrollierbares Hin-und-Herspringen des selbigen) in Kauf nehmen. Oder ihr tut einfach das einzig richtige und steigt auf den Firefox um. Was ich sowieso allgemein nur empfehlen kann!
(Und falls irgendjemand nen Tipp hat, warum der IE sich bei meinem Blog wie ein pubertärer Teenager benimmt und was ich dagegen tun könnte, kann ich nur sagen her damit und dankeschön!)
Noch einmal anstellen und ich lauf Amok!

So, nun bin ich offiziell wieder eine Studentin. Und habe heute tatsächlich etwas gefunden, das an deutschen Unis scheinbar wesentlich besser gelöst ist als an englischen. Einschreiben nämlich.

Ich erinnere mich, dass ich damals in Bielefeld nur ein Formular ausfüllen und zusammen mit meinen Zeugniskopien einsenden musste. Dann kam alles per Post und ich konnte mir am ersten Uni-Tag meinen Studentenausweis abholen. Das lief ganz einfach und reibungslos. Heute dagegen habe ich den total Albtraum an sinnloser und darüberhinaus auch noch schlecht organisierter Bürokratie erlebt. In Sheffield geht man nämlich persönlich zum einschreiben. Natürlich nicht, ohne in den Wochen davor schon Unmengen an Formularen ausgefüllt und an die verschiedensten Stellen geschickt und sich darüberhinaus schon mal online für alles mögliche vor-registriert zu haben. Also ging ich heute persönlich zum einschreiben. Natürlich habe ich auch brav einen ganzen Stapel an Formularen und Dokumenten mitgeschleppt, die man laut Anleitung für die Einschreibung (ja, es kam tatsächlich ein ganzes Handbuch dafür per Post…) unbedingt mitbringen musste. Der Termin für meine Buchstabengruppe war 12 bis 13 Uhr, also war ich um 12 da und stellte mich in die Reihe wartender Studenten (deren Anfang nicht mal zu erahnen war). Um 14 Uhr war ich allerdings gerade mal bis in Sichtweite des Gebäudes vorgerückt, in dem wir uns alle zur Einschreibung einfinden sollten. Und eigentlich grenzt es direkt an ein Wunder, dass ich mich um 15 Uhr komplett eingeschrieben und für den medizinischen Dienst registriert auf den Weg nach Hause machen konnte. Allerdings lag das auch nur daran, dass ich mich für das medizinische Gedöns auch schon vorher online vor-registriert hatte. Ansonsten hätte ich mit den meisten anderen nach dem Einschreiben nochmal ungefähr eine Stunde lang auf die Bearbeitung warten müssen. Und von dem ganzen Stapel Papierkram, den wir ja unbedingt mitbringen sollten, wollten sie genau ein Formular sehen. Zusammenfassend gesagt heißt das also: Wer sich seit Wochen organisiert und an alles gedacht hat, schafft es innerhalb von drei Stunden durch dein Einschreibeprozess. Wer auch nur irgendeine Kleinigkeit verpasst hat, steht dort ungefähr fünf Stunden rum. Wenn man ankommt und sich in die Reihe stellt, erzählen sie einem übrigens, dass man in spätestens einer Stunde wieder draußen ist.

Verborgen bleibt mir immer noch der Sinn hinter dem ganzen Aufwand. Das eine Formular und die Unterschrift für den medizinischen Dienst hätten sie genauso gut per Post entgegen nehmen können. Und vielleicht wäre das sogar unkomplizierter gewesen, als eine Turnhalle voller Computerplätze einzurichten, hunderte von Hilfskräften, die sich dann doch nicht auskennen, für die Einschreibung anzulernen und eine Woche lang jeden Tag ein paar tausend Studenten von A nach Z und über Y zurück nach B durch das Sportzentrum zu hetzen. Und mir würden jetzt die Füße nicht weh tun. Und Kopfschmerzen hätte ich auch nicht. Und ich hätte nicht den Activities Fair verpasst, der (intelligenterweise?!) zeitgleich zur Einschreibung statt fand (und natürlich genau in den Minuten zuende ging, als ich mich endlich aus der Turnhalle schleppte).

Wenn ich drüber nachdenke, war die Uni Bielefeld gar nicht so übel. Also Sheffield ist natürlich toller. Bestimmt. Ab morgen dann.

Und wer denkt, Deutschland wäre schlimm von wegen Bürokratie und so, der möge sich einfach mal an einer englischen Uni einschreiben!

Ich hab die Haare schön…

…ich hab die Haaaare schön…

Jawohl. Habsch.

Ich bin ein Mädchen!

Nicht, dass es daran jemals Zweifel gegeben hätte. Aber trotzdem gut zu wissen!


Your Brain is 73% Female, 27% Male


Your brain leans female

You think with your heart, not your head

Sweet and considerate, you are a giver

But you’re tough enough not to let anyone take advantage of you!

What Gender Is Your Brain?

Diesen tollen Test hat übrigens mal wieder Feylamia gefunden.

Zwei Jahre…

…und ich erwarte noch immer, deine Stimme zu hören, wenn ich zuhause anrufe, oder deine Schritte auf der Treppe, wenn ich ankomme. Solange ich mich zurück erinnern kann, warst du immer da, hast für alle gesorgt, dich um alles gekümmert, immer eine Lösung gefunden, immer alles gegeben, damit es mir gut ging. Und auf deine ganz eigene Art bist du immer noch da. Jeden Tag. Denn jeder Tag erinnert mich daran, dass es mir gut geht, weil du dafür gesorgt hast. Und dass ich ohne dich heute nicht hier wäre.

I heart England

Ein weiterer Beitrag aus der Reihe “Dinge, die an England furchtbar toll sind”.

Charity Shops. Großartig. Okay, im Prinzip einfach Second-Hand-Läden. Aber halt für einen guten Zweck. Und es gibt sie an jeder Ecke. Hier bei uns auf’m Hügel sind ungefähr sieben zu Fuß innerhalb von zehn Minuten erreichbar. Und mit ein bisschen Stöbern und ein bisschen mehr Glück lassen sich dort richtige Schmuckstücke ausgraben. Vorhin habe ich zum Beispiel den tollsten Rock aller Zeiten erstanden. Für umgerechnet knapp 2Euro50. Bei den völlig überzogenen englischen High-Street-Preisen hätte mich das gute Stück in der Stadt mindestens 50 Euro gekostet. Locker. Und dass der Rock schon mal getragen wurde, würde man ihm im Leben nicht ansehen. Außerdem bin ich jetzt stolze Besitzerin einer pink-karierten Avril-Punkrock-Chick-Krawatte. Und ich finde, für 75 Cent kann man ein derartiges modisches Risiko durchaus eingehen! :D

Fotos gibt’s dann morgen. Denn passenderweise kann ich den tollsten Rock aller Zeiten heute abend gleich beim Salsa-Tanzball ausführen. Und damit meinem neuen Latina-Image alle Ehre machen. Falls ihr euch jetzt an den Kopf fasst, ist das ok. Ich tu’s auch jedesmal, wenn mich jemand völlig im Ernst fragt, ob ich aus Spanien oder Südamerika komme. Ich meine, okay, Bayern ist auch recht südlich. Aber, ähm…hallo??!! Ja, aber so sind sie, die Engländer. Sobald man ein bisschen nach nicht von hier aussieht, kriegt man gleich den Exotenstepel aufgedrückt, und die Leute stecken deine vermeintlichen Wurzeln in die interessantesten Regionen der Welt. Also, nicht dass mich das stören würde. Ist immer ein großer Spaß, die Reaktion zu beobachten, wenn ich dann sage, “Uhm, no. I’m German…”

Die spinnen, die Briten. Aber sie haben Charity Shops. Und die rocken.

RSSOTD - Hmmmmmm……Liv!

Ich finde, es ist mal wieder an der Zeit für einen Random Sexy Shot of the Day. Heute ist Liv Tyler dran. Weil sie nicht nur eine großartige Schauspielerin und unheimlich sympathisch, sondern außerdem auch wunderschön ist. In dem Zusammenhang fällt mir ein, wer Eine Nacht bei McCool’s noch nicht gesehen hat -> sofort ab in die Videothek oder zu Amazon (oder einfach einen Blick in die Fernsehzeitung werfen, RTL2 zeigt den öfter mal).

So. Und es liegt mir ja echt fern, wiederholt und bis hin zur Obsession auf bestimmten Themen herumzukauen. Aber dem interessierten Blogleser fällt in diesem Bild vielleicht ein gewisses Accesoire auf. Ich geb’ mir ja echt Mühe, das Wort zu vermeiden…aber…aber…HUT!!! Zwar in etwas abgewandelter Form, aber das soll uns nicht weiter stören. Womit, wie ich finde, mal wieder bewiesen wäre, dass der Hutfaktor im Bezug auf schöne Frauen in direktem Zusammenhang mit der Platzierung auf der Sexiness-Skala steht. Jawohl.

“Bist du schon 18?”

Ja, verdammt. Ich bin schon 18. Ich bin sogar schon 23. Fast 23einhalb, um genau zu sein. Und das heißt, ich darf euren blöden Wein schon seit fünfeinhalb Jahren kaufen. Ich meine, okay, ich trage einen graupinken Kaputzenpulli der meinen sowieso nicht allzu hochgewachsenen Körper gewissermaßen verschluckt und ja, meine Haut erinnert heute ein bisschen an die des Vorher-Models in der Clearasilwerbung. Aber sehe ich deswegen aus, als wäre ich nicht mal alt genug ne olle Flasche Wein kaufen zu dürfen? Ich würde mal sagen nein! Herrschaftzeiten!

Sie möchten schlafen, aber ich muss tanzen!

Heute mal ein Gedicht. Hatten wir schon ganz lange nicht mehr. Und ist ja auch immer gut für’s Niveau, sowas. Also, ein Gedicht. Via Feylamia kommt es sozusagen. Die singt das nämlich mit ihren Pfadfindern. Für mich wollte sie es nicht singen. (Ja, ich schmolle ein wenig.) Aber zurück zum Gedicht. Eigentlich bin ich kein großer Fan der deutschen Dichtkunst, aber das hier spricht mich irgendwie an. Es könnte eventuell ganz entfernt etwas damit zu tun haben, dass sich in meinem neuen Leben hier zurzeit alles um das Tanzen dreht. Und gerade so beim Tanzen kann es ja durchaus mal passieren, dass ein bisschen Romantik aufkommt. Und von romantisch nach wehmütig ist es ja oft - gerade wenn man ein bisschen zur Melancholie neigt - nur ein kleiner Hops. Und, schwupps, landen wir genau hier:

Hyazinthen

Fern hallt Musik; doch hier ist stille Nacht,
Mit Schlummerduft anhauchen mich die Pflanzen:
Ich habe immer, immer dein Gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen.

Es hört nicht auf, es rast ohn Unterlaß;
Die Kerzen brennen und die Geigen schreien,
Es teilen und es schließen sich die Reihen,
Und alle glühen; aber du bist blaß.

Und du mußt tanzen; fremde Arme schmeigen
Sich an dein Herz; o leide nicht Gewalt!
Ich seh dein weißes Kleid vorübersfliegen
Und deine leichte, zärtliche Gestalt. –

Und süßer strömend quillt der Duft der Nacht
Und träumerischer aus dem Kelch der Pflanzen.
Ich habe immer, immer dein Gedacht;
Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen.

von Theodor Storm

So, und wenn die Fey das nächste mal böse zu mir ist, bekommt ihr die Audiodatei von ihr beim Vorlesen! (Muahahahaha!)