Das hier wäre eigentlich ein Eintrag für die Rubrik “Sachen gibt’s….”. Da es so eine, soweit ich mich erinnern kann, hier aber nicht gibt, erzähle ich euch die Geschichte einfach mal im Rahmen des ganz normalen täglichen Wahnsinns.
Da gehe ich heute fröhlich im schönen Hoberge im Wald spazieren, als mir plötzlich ein ganz süßer knuffiger junger Münsterländer neugierig entgegen getapst kommt. Bei süßen knuffigen Hunden kann ich ja sowieso nie widerstehen, also beuge ich mich natürlich sofort mit einem “Na, du Süßer” zu dem Kleinen runter und er schnuppert auch gleich an meiner Hand und freut sich. Gerade fange ich an, mich ein bisschen zu wundern, ob er ganz alleine unterwegs ist. Da höre ich eine strenge, motzige Frauenstimme, die den Armen anschreit er soll da weg kommen. Überrascht richte ich mich wieder auf und sehe die Besitzerin, die mittlerweile um die Kurve gekommen ist. Der Kleine zieht enttäuscht ab und die Frau wirft mir ein brockenhaftes “Tschuldigung” zu. Ich denke sie meint, der Hund hätte mich belästigt und sage, “Kein Problem, ist ja ein Lieber”. Da klärt die Alte mich erst mal auf, dass ihr Hund sich von Leuten fernzuhalten hat und umgekehrt, weil die Menschen ja schließlich nicht alle nett wären. Und bei ihrem “Also was fällt Ihnen überhaupt ein meinen Hund anzusprechen”-Blick fühle ich mich nun wiederum dazu genötigt, mich zu entschuldigen.
Beim Weitergehen denke ich darüber nach, ob die Frau ihre Kinder wohl nach dem gleichen Prinzip erzieht. Im besten Fall bedeutet die Tatsache, dass sie am Sonntag Nachmittag alleine mit ihrem Hund unterwegs ist, dass sie keine hat. Im schlimmsten Fall heißt es wohl, dass die Kleinen zu Hause in ihren goldenen Käfigen von der Kinderbunkerdecke baumeln.

